Sonntag, 12. Mai 2013

Garagenwechsel

Da wir selbst nun schon ein rechtes know-how in Bezug auf Elektroumbau haben, entschlossen wir uns den elektroautospezifischen Teil selbst zu machen. Das Mechanische wird durch einen Porschespezialisten übernommen.
Leider lief bei unserer ursprünglichen Garage auf Grund von Personalmangel lange gar nichts. Daher haben wir uns einen neuen Partner gesucht. Seit nun mehr als einem halben Jahr ist der Umbau nun wieder im Gang.

Folgende Arbeiten wurden bereits gemacht:

  • Motore-/Achsenausrichtung
  • Kupplungstests (Abstand des Motores zur Kupplung)
  • Neues Akkudesign
  • Akkukästen 
  • Diverse kleinere Reparaturen am Auto

Im Moment wird gerade die Motorenaufhänung gebaut.

Das Ganze braucht wie immer sehr viel Geduld, aber wir glauben fest daran, dass nun alles gut kommt ;-)

Hier noch ein paar Bilder:

















Akkus/BMS

Beim ersten Umbau war die Reichweite doch etwas geriner als erwartet. Da wir noch etwas Gewichtsreserve und etwas Platz hatten, entschlossen wir uns die Kapazität noch etwas zu erhöhen.
Beim ersten Umbau hatten wir A123 20Ah mit 5p90s eingebaut. Neu bauen wir 6p90s ein.
Die Akkus wurden durch Lipopower entsprechend umgebaut.

Die Gewichtsverteilung war im ersten Umbau etwas hecklastig. Wir hatten 80 Zellen vorne und 370 Zellen hinten. Neu werden wir 198 Zellen vorne und 342 hinten einbauen.

Unser altes Batteriemanagement-System war in einer Sternarchitektur, sprich von jedem 5er-Pack mussten Plus und Minus zum BMS geführt werden. Das führte zu grossem Kabelsalat. Wir entschlossen uns daher beim Neubau ein anderes BMS einzusetzen. Die Wahl fiel auf das neu erschienene EMUS-BMS der Firma Elektromotus.

Der Motor

Der Motor hat auf zwei arten Schaden erlitten. Einerseits wurden durch das Ziehen der Kupplung die Wellenlager beschädigt. Andererseits wurde durch ein mangelhaftes Befestigen des Motors die Motorenwelle ansich verbogen. Letzeres führte auch zum Defekt der Kupplung.

Die Firma Kostov hat uns den Motor entsprechenden repariert.

Hier noch ein Bild des reparierten Motors:


Neue Motoradaption

Der Grund, warum der Motor beim ersten Umbau Schaden nahm, war die Motoradpation. Die Adaption war auf eine stossende Kupplung ausgelegt. Entsprechend wurde bei jedem Kupplungsvorgang an der Motorwelle gezogen. Die neue Motoradaption wurde für eine "ziehende Kupplung" entwickelt. Sie wurde aus einem Stück gebaut, um die Kupplungskraft abzufangen.

Bei der Firma Rebirthauto wurden wir fündig. Die haben auch schon einen Porsche 911 umgebaut und kennen daher das Kupplungskonzept.

Hier noch ein Bild:


Zurück auf Start

Es ist viel passiert. Leider nicht nur Gutes.

Nach ca. 500 km haben wir festgestellt, dass nicht alles so ist wie es sein sollte. Das Transaxle hat begonnen komische Geräusche zu machen. Also zurück zur Garage um zu schauen, was los ist.

Das ernüchternde Ergebnis:
  • Motoraufhängung verzogen
  • Kupplungsscheibe zerbröselt
  • Verbindungsstück der 2 Motoren verbogen 
Nach längerem Überlegen sind wir zum Schluss gekommen, dass es keinen Sinn macht das bestehende System zu reparieren. Es waren zu viele kleinere Details, die wir besser machen wollten, z.B. Gewichtsverteilung, Heizung, Reichweite. Um einige Erfahrungen reicher beschlossen wir alles nochmals neu zu machen.

Unser grösster Fehler war, dass wir uns nur einen Elektroauto-Spezialisten  gesucht haben und keinen Sportwagen-Spezialisten hinzugezogen haben. Die vielen spezielen Bauteile, wie z.B. eine Ziehkupplung oder Transaxle sowie die Leistung stellen ganz andere Anforderungen. Beim Umbau ist daher eine höhere Präzision erforderlich im Vergleich zu einem normalen Strassenauto. Entsprechend sind fundierte Kenntnisse im Sportwagenbau erforderlich.

Seit bald einem Jahr sind wir also wieder am Umbauen. Sorry, dass es so lange kein Update mehr gab.

Sonntag, 1. April 2012

Erste Verbrauchswerte

Nun sind wir schon 325 km gefahren und unser Durchschnittsverbrauch liegt bei 23.5 kWh pro 100 km ab Akku. Wir sind aber auch noch fleissig am lernen dies etwas zu senken. Vorausschauendes Fahren ist angesagt ;-)

Strassenzulassung

Es ist vollbracht. Unser Auto hat nun eine Strassenzulassung. Der Termin beim Strassenverkehrsamt war spannend, es sind aber keine Probleme aufgetaucht.
Wir sind nun fleissig am fahren und haben eine Riesenfreude!
Die Schweiz hat nun ein Elektroauto mehr!

Freitag, 9. März 2012

Das Auto bewegt sich!

Es ist soweit. Die ersten Meter in der Garage wurden gefahren! Was für ein Gefühl! Einfach super.

Nun muss noch alles etwas verschönert werden (Abdeckungen, Teppiche, Verkablung, etc) und dann kommt noch die Hürde der Zulassung.

BMS-Einbau

Das BMS ist nun auch da und wurde eingebaut. Hier noch ein Bild vom BMS.

Ladereinbau

Der Lader hat auch noch seinen Platz gefunden im Kofferraum. Verkabelung ist auch gemacht und nun können die schönen Akkus auch geladen werden. Die Steuerung läuft über das BMS.

Verkabelung

Die restliche Verkabelung wurde gemacht. HV und 12V ist nun komplett verkabelt.

Heizung und Bremskraftverstärker

Die Heizung und der Bremskraftverstärker wurden auch erfolgreich eingebaut.

Akkueinbau

Die Akkus sind schneller gekommen als erwartet. Lipopower hat dann alle Zellen geprüft und zu schönen Akkupaketen zusammengebaut.
Hier noch ein Bild.

Sonntag, 6. November 2011

Tankstelle

Unsere private Stromtankstelle wurde montiert. 400V/16A

Wieder mal warten

Nun warten wir auf die neuen Akkus. In der Zwischenzeit werden noch offene Punkte wie Heizung, Bremskraftverstärker und die Verkabelung von allem angeschaut und erledigt.

Sicherungen, HV On/Off

Unser Hochvoltnetz soll auch gut geschützt sein. Darum haben wir 500VDC/400A Sicherungen und einen 750VDC/600A On/Off Schalter bestellt.

Klimaanlage und Servolenkung

Die Klimaanlage und die Servolenkung wurden eingebaut.


Akkukästen und Zellendesign

In der Zwischenzeit wurden die Akkukästen gebaut. Um die ganzen Zellen zu verbauen brauchen wir viel Platz. Leider bietet der Porsche aber diesen Platz nicht im Übermasse.
Die Lösung: Einen Kasten vorne und drei hinten.
Die Zellen werden dann folgendermassen verteilt: Vorne 80 Zellen, Hinten1 30 Zellen, Hinten2 30 Zellen und Hinten3 310 Zellen.

Neue Akkubestellung

Wir haben also 450 neue 20Ah A123 Zellen bestellt. Diese werden dann in 5p90s eingebaut. Das ergibt dann immerhin wieder 28.8 kWh. Nicht ganz die geplanten 32.2 kWh, aber fast. Die neuen A123 sollen auch sonst besser sein, in Bezug auf Temperatur und Innenwiederstand.
Die Lieferung wird aber leider auch wieder etwas dauern.

Gewichtsprobleme

Nach eingebautem Motor und Controller ist es auf die Waage gegangen. Das Ergebnis: Das Auto ist zu schwer. Ursache dafür ist wohl der neue schwerere Motor und, dass der alte Verbrennungsmotor leichter war als erwartet.

Das grösste Gewicht kommt von den Akkus, also setzen wir da an mit den Einsparungen. Die erste Überlegung war, einfach weniger Akkus einzubauen.
Um das Gewicht einzuhalten, hätten wir aber nur noch 23 kWh verbauen können. Ursprünglich waren aber 32.2 kWh geplant, um die Reichweite zu bekommen die wir wollen. Dieser Verlust war uns zu gross, also musste eine andere Lösung gefunden werden.

Die Lösung kam dann von Lipopower in Form von anderen leichteren Akkus. Wir stellen also um von Headway 16Ah (500g) auf A123 20Ah (500g).

Es hätte also im Moment bei Lipopower sehr gute bereits getestete Headway 16Ah Zellen an Lager (16 Ah Headway)